19. April 2016

Haustausch oder auch schockverliebt in AMSTERDAM....

Viele von euch haben ja schon via facebook regen Anteil an unserem 2. Haustausch genommen, was mich riesig gefreut hat!!!

Ich möchte euch hier noch einmal unsere ganz persönlichen Antworten auf eure Fragen geben:

1. Eine Agentur muss sein.
Wir bekamen von unseren Freunden Nina & Torsten für 1 Jahr ein Abo bei Haustauschferien.com *klick*
Das Einrichten der eigenen Seite nimmt schon etwas Zeit in Anspruch und wir sind immer noch dabei, sie nach und nach zu ergänzen.
Will man selber aktiv tauschen, sollte man selber auch andere Tauschpartner kontakten.
Die Zeit hatte ich bisher noch nicht, hatte aber bereits 8 Tauschanfragen, wovon wir 2 angenommen haben.
Das Ganze geht weltweit. Meine bisherigen Anfragen kamen aus Paris, Barcelona und Madrid, der Bretagne und den Niederlanden.
Nun muss aber immer der WUNSCH mit der ZEIT Hand in Hand gehen .... 

2. Die Einstellung
Immer und immer wieder kommt von unserem Umfeld:
"Das ist ja spannend und toll - aber wir würden das niemals machen!"
Ich kann euch nicht sagen, was an uns anders ist, als an euch ;o))
Klar, wir teilen grundsätzlich gerne und sind gerne großzügig. Aber das sind die meisten von euch doch auch!

Wir benutzen alles, was wir besitzen. Bei uns gibt es keine GUTE Kleidung oder GUTES Geschirr....
Wir sitzen auf weißen Stoffsofas und weißen Esszimmerstühlen. Wir beutzen unser Geschirr nach Lust und Laune, trinken aus Bleikristall genauso gerne wie aus Pressglas, mögen unser Wasser am liebsten aus einer Karaffe. Auch tagsüber.
Wir schlafen in Bettwäsche, die in die Mangel geht. Auch Lilli.
Ich bügel Geschirrtücher und Unterhemden...
Alles in allem ein aufwendiger Haushalt ohne Hilfe von außen dafür aber mit einem Fulltimejob und einem kleinen Mädchen.
Was wir aber noch nie waren ist FAUL TRÄGE LUSTLOS UNMOTIVIERT

Weil wir immer ZIELE haben.

Natürlich ist es aufwendig das Haus in einem super Zustand zur Verfügung zu stellen. Der Anspruch, seinen Haustauschpartnern einen wundervolle Zeit zu schenken in den eigenen 4 Wänden mit allen nur denkbaren Annehmlichkeiten ist groß.
ABER es gibt ja eine Waschküche!!!!!
Ihr habt vielleicht sogar einen ganzen Keller!!!!

Tauscht man nur für ein par Tage, braucht man ja nicht die Waschmaschine ;o))

Versteht ihr, was ich meine: AUCH WIR KOCHEN NUR MIT WASSER


3. Der Mehrwert
Schon immer haben wir selbst in Großstädten gerne auch mal eine Wohnung für ein paar Tage angemietet.
Lebt man in einer Wohnung fühlt man sich dazugehörig.
Lebt man im Hotel ist man Gast.
Beides hat in unserem Leben seine Daseinsberechtigung.

Tauscht man sein Haus für mehr als ein paar Tage freut sich zudem das Konto ungemein.

Wir hatten diesmal das Erlebnis, dass wir in Amsterdam das Loft aufgeschlossen haben und die Hausherren noch da waren ..... das war ungeheuer lustig, denn so haben wir noch ein Weilchen gequatscht und gefragt und gelacht....
Normalerweise trifft man sich nämlich nicht unbedingt.
Man reist mit wenig Gepäck und fühlt sich sofort zuhause!

4. Die Vorbereitung
Das eigene Haus auf Vordermann bringen.
Da ist mein Anspruch höher, als er sein müsste. Aber so bin ich eben (manchmal tatsächlich zum Leidwesen meiner Familie)
Nicht jede Schublade muss aufgeräumt sein.
Die Betten frisch bezogen, das Haus sauber, frische Handtücher bereit gelegt.
Der Kühlschrank - nach Absprache - gefüllt.
Ich kaufe immer, was ich mag und sorge für Tomaten, Obst, Wurst und Käse, Brot, Butter, Quark und Marmelade, in der Weihnachstzeit hatten wir auch Pastete und Lachs im Kühlschrank.
Kommen die Gäste einen weiten Weg dann kann man auch die erste Mahlzeit vorbereiten.
Meine Freundin Nina - sie hat bereits 20 x weltweit das Haus getauscht - macht dann gerne ein Nudelbuffet.
Da findet jeder etwas, was er mag.
In der Ankleide mache ich keinen Platz sondern stelle einen Kleiderwagen von Ikea für 8 € rein.
Zusätzlich einen Faltschrank von Ikea. Damit ist günstig und schnell das Thema erledigt!
Im Badezimmer räume ich im Schrank 1 Boden frei. Man nimmt ja sowieso ein paar Dinge raus - damit ist schnell Platz geschaffen.

Statt eines Geschenks für die Gäste backe ich immer gerne einen Kuchen und stelle Getränke bereit und decke den Tisch für die erste Mahlzeit.

Man tauscht die Handynummern aus, verbindet sich via Whattsapp oder Mail und schickt sich gegenseitig noch ein Haustausch A - Z mit Besonderheiten, die man beachten sollte.
Z.b. Wie die Spülmaschine funktioniert, das WLAN Passwort, diverse Notrufnummern etc.

Schön ist es noch, wenn man nach und nach einen Ordner füllt mit Tipps zur Umgebung...Restaurants...Unternehmungen

Dann gibt man noch den Standort und den Platz des Schlüssels bekannt und fährt los!

5. Die Nachbereitung
Es ist ein unausgesprochenes Gesetz, dass man beim Verlassen des Tauschhauses alles wieder in
Ordnung bringt.
Man zieht auf Wunsch die Betten ab, macht die Mülleimer leer und die Küche sauber.
Mit dem Handtuch schnell nochmal durchs Waschbecken gehuscht kann auch nicht schaden.

Und schön ist es, wenn man ein Geschenk zurück läßt.
Ob man einfach einen schönen Wein hinstellt oder etwas zur Dekoration..... da hat man so viele Möglichkeiten!

Und dann darf man die Bewertung nicht vergessen abzugeben innerhalb der Homepage.

Das Ganze ist kein Hexenwerk!!!! Und was man bekommt ist UNBEZAHLBAR!

HAMM:



























AMSTERDAM:
Ich kann nur sagen: GESCHMACKVOLL bis zum Anschlag!
Im Loft sind 1 Würfel und 1 Rechtecke rein gesetzt, so dass alles von 2 Seiten zu begehen bzw. rundherum zu begehen ist.
Okay.... man muss hier VITRA lieben - was wir tuen.... jahrelang war ich selber VITRA Händler... da hüpft das Herz!
In meinem Herzen wohnt der Bauhaus Fan und der Landhaus Fan.... da wir seit Jahren aber immer Landhäuser anmieten, war ich froh über diese kleine Auszeit ;o))


































Was uns noch alles fehlt in Amsterdam  - da ist die Liste groß!

Von einer Grachtenfahrt, das Wachsfigurenkabinett, der Zoo.....(meint Lilli)

Brauereien, noch so viele Gassen, die wir nur erahnt haben.... das Gallerieviertel viel intensiver.... mit dem Picknickkorb abends im Park mitten in der Stadt sitzen, und fast alles von den 3 Tagen noch einmal wiederholen!!!!
Und immer und immer wieder per BIKE!

maria & lilli